Für Betroffene & Angehörige

Medikamentenliste bei G6PD-Mangel

Welche Wirkstoffe bei einem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel gemieden werden sollten – und welche nach heutigem Wissensstand unbedenklich sind. Jede Einstufung ist mit Quelle belegt.

Stand: 14.07.2026 Grundlage: CPIC-Leitlinie 2022/2023 (evidenzbasiert) Einträge: 51 Wirkstoffe
Wichtig und beruhigend zugleich: Nur wenige Medikamente lösen bei G6PD-Mangel wirklich eine Hämolyse aus. Viele früher gefürchtete Wirkstoffe sind heute als unbedenklich eingestuft. Die häufigsten Auslöser sind keine Medikamente, sondern Favabohnen (Dicke Bohnen) und Infektionen. Diese Liste ersetzt kein ärztliches Gespräch – besprechen Sie neue Medikamente immer mit Arzt oder Apotheke.

Die häufigsten Auslöser – Top 10

Was löst bei G6PD-Mangel am häufigsten eine Hämolyse (Abbau roter Blutkörperchen) bzw. einen Favismus aus? Die Reihenfolge stützt sich auf die aktuelle Studienlage.

    Wichtiger als Medikamente: diese Auslöser

    Die häufigsten Auslöser einer akuten Hämolyse bei G6PD-Mangel sind keine Arzneimittel.

    Filter:

    51 Einträge

    Was die Risikostufen bedeuten

    Die Einteilung folgt der evidenzbasierten CPIC-Leitlinie (Clinical Pharmacology & Therapeutics, 2022/2023).

    Meiden (Hochrisiko)

    Belegt hämolyse-auslösend. Bei G6PD-Mangel generell vermeiden.

    Mit Vorsicht

    Mittleres Risiko. Nur unter ärztlicher Überwachung / mit Kontrolle einsetzen.

    Gering bis kein Risiko

    In normaler therapeutischer Dosis unbedenklich, auch wenn früher oft gewarnt wurde.

    Keine Bewertung

    Evidenzlage reicht für keine Einstufung aus – im Zweifel Rücksprache mit Arzt/Apotheke.

    Quellen

    Herkunft, Datum und Link – nachprüfbar.

    Diese Seite dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Das Hämolyse-Risiko ist dosis- und variantenabhängig; bei chronischer hämolytischer Anämie (CNSHA) gelten strengere Regeln.